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Phytotherapie


Unter Phytotherapie versteht man Heilen mit Pflanzen.

 

Die Phytotherapie ist wohl die älteste Heilform. Zu jeder Zeit gab es Menschen, die das Wissen um die Wirkung der Pflanzen besassen, pflegten und weiter vermittelten. Die meisten Hausfrauen hatten einen Grundstock von Hausmitteln, mit denen sie ihre Familie gesund erhielten oder pflegten. Auch in der Tierheilkunde spielen die Pflanzen eine grosse Rolle. Wildtiere heilen sich zum Teil selber, indem sie bei Beschwerden instinktiv die richtigen Pflanzen suchen und fressen. Dieses Grundwissen ist unseren Haustieren ebenso abhanden gekommen wie uns Menschen. Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel wie der Hund beweist, der alljährlich im Herbst seinen Vitamin C-Bedarf deckt, indem er Frauchens Hagebuttenstrauch leer frisst.

 

Die Anwendung von Heilpflanzen erfolgt frisch oder in Form von Sirup, Pillen aus trockenen Pflanzenteilen, Wickel etc. Verwendet werden entweder die ganzen Pflanzen oder einzelne Pflanzenteile, je nach Wirkstoffgehalt und Verwendungszweck.

 

Es ist wichtig zu wissen, dass Tiere anders auf Pflanzen reagieren als Menschen. So kann die allseits geschätzte Küchenzwiebel bei Tieren zu Vergiftung führen. Ein weiteres beliebtes Phytotherapeutikum sollte bei Haustieren nicht oder mit äusserster Vorsicht angewendet werden: das Teebaumöl. Von vielen Menschen hoch geschätzt und gegen alles und jedes verwendet, kann es bei Tieren allergische Reaktionen auslösen oder bei Katzen sogar zum Tod führen!

 

Wenn Sie Ihre Tiere mit Heilpflanzen behandeln wollen, empfehle ich Ihnen den Kauf eines ausführlichen Heilpflanzenbuches, am besten mit Bezug auf die Haustiere. Sollte Ihre Behandlung nach ein paar Tagen keinen Erfolg zeitigen, ist der Besuch beim Tierarzt oder -heilpraktiker angesagt.